Gesina

Ein Musical von Florenz & Michael Potthast

Ouvertüre zur Uraufführung

Inhalt

Prolog

10. April 1807. Viele Bürger sind auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte, an der die junge Frau Gesina Brink hingerichtet werden soll.

1. Akt

Rückblende: Schon in Gesinas Kindertagen erzählen sich einige Dorfbewohner mysteriöse Geschichten über das Kind, die jeglicher Grundlage entbehren. Der Lehrer vor Ort berichtet dem im Zuge einer Visitation anwesenden neuen Priester davon – und kann seine eigene Skepsis nicht verbergen. Einige Jahre später leidet Gesina noch immer unter den Vorhaltungen und beklagt sich bei ihrer Jugendliebe Anton, bei dem sie Trost und Halt findet, über das Gerede im Dorf. Indes macht sich Gesinas Mutter große Sorgen um den Lebenswandel und die Zukunft ihrer Tochter. Sie merkt, dass Gesina sich ihrem Einfluss mehr und mehr entzieht. Ihr Nachbar Josef hat immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und verspricht ihr, noch einmal mit Gesina darüber zu sprechen. Sie jedoch will nichts davon hören und beschließt, sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe zu machen. Bei Nacht lässt sie alles hinter sich. Am Morgen erreicht sie ein entferntes Dorf und klopft wahllos an Türen. Dabei öffnet ihr Hermann, der sie zunächst abweisen möchte – sich jedoch plötzlich alles anders überlegt und Gesina als Magd aufnimmt. Hermann offenbart schließlich seinen wahren Charakter. Gesina scheint das Glück nicht hold zu sein: Die Bewohner des Dorfes fragen sich voller Skepsis, was sie plötzlich und ausgerechnet bei Hermann sucht. Einige Jahre später schließen Gesina und Hermann den Bund der Ehe und bekommen Kinder. Endlich fühlt sie sich angenommen und sieht mit einem klaren Ziel vor Augen optimistisch in die Zukunft. Zu Hause hingegen macht man sich große Sorgen ob Gesinas Verbleib.

2. Akt

Feuer! Viele Dorfbewohner versuchen panisch ihr Hab und Gut vor den um sich greifenden Flammen zu retten. Auch Anton eilt zu Hilfe. Nachdem sich die Lage etwas beruhigt hat, aber nicht alle Höfe und Häuser gerettet werden konnten, trifft er überraschend wieder auf Gesina. Es wird jedoch klar, dass sie für das Feuer verantwortlich ist – Anton verrät Gesina schließlich.
Hermann freut sich über die Beute, die Gesina während des Brandes zusammengetragen hat. Doch die Freude währt nicht lange, da die von Anton informierten Ordnungshüter den Hof der Brinks aufsuchen und das Ehepaar festnehmen. Die spätere Verhandlung deckt nicht nur die Brandstiftung, sondern auch eine mögliche weitere Straftat auf. Nach dem Urteilsspruch realisiert Gesinas Mutter, dass all ihre Bemühungen umsonst gewesen sind. Gesina wird zum Tode verurteilt, Hermann zu einer langen Haftstrafe. Diese treibt Hermann langsam in den Wahnsinn. Gesina hingegen sieht ihrem Ende entgegen und muss sich eingestehen, dass sie viele Fehler gemacht hat. Der Henker bereitet sich für die Hinrichtung vor und die Bürger ziehen in einem Tross zur Hinrichtungsstätte. Dort angekommen spricht der Priester das letzte Gebet für Gesinas Seele.

Epilog

Gesinas Wegbegleiter lassen das Vergangene noch einmal Revue passieren und finden selbst keine Antwort auf die vielen Fragen, die ihre Gemüter bewegen.

 

Anton (Jan Grimm), Gesina (Elena Fehrmann) und Hermann (Wolfgang Kohne). Foto: rebellsign, Markus Kreihe.